A never ending story...

Ostern 2005 begegnete ich zum ersten Mal persönlich Gott.
Wie es dazu kam

Zu dem damaligen Zeitpunkt war ich auf dem Höhepunkt meiner nichtärztlichen medizinischen Karriere angelangt. Ich hatte all meine mir selbst gesteckten Ziele erreicht, verdiente einigermaßen ordentlich, hatte einen komfortablen Lebensstil und arbeitete in vielen interessanten Betätigungsfeldern. Hubschrauber fliegen, Intensivverlegungstransporte ins gesamte Bundesgebiet und spektakuläre Notfälle im Schockraum, bei denen es um Leben und Tod ging, waren mein täglich Brot und nichts Besonderes.

In meinem Privatleben sah es allerdings nicht ganz so rosig aus. Nach einer fünfjährigen Beziehung hatte ich mich mit viel Stress und Tränen von meinem damaligen Freund getrennt und war aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Einige meiner besten Freunde hatten mich verraten, betrogen und enttäuscht, und so hatte ich mich komplett von Menschen abgeschottet und eine ganz eigene Taktik entwickelt, mein Leben perfekt nach außen hin erfolgreich und erfüllt zu präsentieren. Innerlich allerdings war ich zerbrochen und einsam und ich ließ niemanden an mich heran.

Trotz der verzweifelten Versuche, mich mit meinen Jobs auszufüllen, blieb ich innerlich leer und verzweifelt. Allein und ohne Freunde habe ich alles daran gesetzt, möglichst wenig freie Zeit für mich zu haben. Wenn dann doch der Fall eines freien Wochenendes eintrat, an dem ich keine Dienste hatte, betäubte ich mich vor allem mit Alkohol, um der Einsamkeit zu entrinnen. Meine Gedanken kreisten oft um Selbstmord und ich unternahm einige Aktionen, um mich selber zu verletzen und meinem Körper zu schaden.

Nach einiger Zeit stand ich vor der Entscheidung, entweder meinem Leben ein Ende zu setzen oder es radikal zu ändern – aber wie?
Also schrie ich eines Tages in meiner Verzweiflung zu Gott, einem Gott, den ich nie erlebt oder gesehen hatte und von dem ich nicht wusste, ob er überhaupt existierte oder nicht:
„GOTT, wenn es Dich wirklich gibt, dann musst Du mich hier raus holen! Wenn es Dich wirklich gibt, dann zeig Dich mir!!!“ – Nichts geschah.

Einen Tag später war ich zum shoppen alleine in Hannover. Das Wetter war herrlich, die Sonne schien und es war ziemlich warm für diese Jahreszeit. Plötzlich entdeckte ich ein kleines silbernes Kreuz – es war einfach da – es leuchtete und funkelte in der Sonne. Das gab mir schon ein bisschen zu denken und berührte mich auf eine Art und Weise, die ich schlecht beschreiben kann. Also nahm ich es mit und trug es seitdem um den Hals. Zu Hause angekommen, sagte ich dann zu Gott:

„Hey, GOTT, das reicht mir nicht, das kann alles nur ein blöder Zufall sein, mit dem Kreuz, wenn es Dich gibt, dann musst Du schon zu mir kommen, ich gehe bestimmt nicht in Deine langweilige Kirche!“

Beim Langeweile - chatten und im Internet surfen lernte ich dann einen interessanten, total sympathischen, gutaussehenden jungen Mann aus Hamburg kennen. Und eben dieser attraktive Typ fing an, mir von GOTT und seiner komischen christlichen Jugendgruppe zu erzählen. Wir lernten uns kennen und freundeten uns an, komischerweise vertraute ich ihm irgendwie. Er lud mich ein und so ging ich mit in seine Jugendgruppe.

Am Anfang kam ich mir total komisch vor, mit meinen 26 Jahren in einer Jugendgruppe zu sein. Aber offensichtlich störte das niemanden und so entspannte ich mich ein bisschen und verfolgte „das Programm“. Besonders toll fand ich die Live Musik, die sie „Lobpreis“ nannten. Zum Ende des Lobpreises sagte dann der Jugendleiter, dass er „den Eindruck von GOTT hätte (ich dachte nur- was für ein FREAK – Eindruck von Gott, wo gibt’s denn so was !?), er solle ein paar Leute ‚segnen’ “ – wer das nicht wollte, konnte raus gehen.

Da das in meinen Ohren relativ ungefährlich klang und ich sowieso nichts zu verlieren hatte, blieb ich da. Also beteten der Jugendleiter und noch ein Mädel für mich. Während des Gebets hörte ich eine klare Stimme, die sagte: „Komm nach Hamburg, ich habe eine Aufgabe hier für Dich“. Ich drehte mich um, aber es war niemand zu sehen außer den beiden, die in ihr Gebet vertieft waren- und sie hatten das definitiv nicht gesagt.

Da ich ein sehr rationaler und logischer Typ Mensch bin, forderte ich Gott erneut heraus, sich mir zu beweisen. Ich sagte zu ihm: „Okay, Gott, wenn DU wirklich willst, dass ich nach Hamburg komme, dann musst Du mir einen Job besorgen. Plus 16.500 Euro Ablösesumme für meinen alten Arbeitgeber, die meine Zusatzausbildung zur Fachkraft für Anästhesie und Intensivpflege gekostet hat, einen unbefristeten Vertrag und eine schöne und bezahlbare Wohnung. Und, GOTT, ich schreibe nur ZWEI Bewerbungen! “
Ganz ehrlich, ich dachte, das würde er sowieso nicht machen.

Ein paar Wochen und zwei Bewerbungen später hatte ich zwei Zusagen für eine Arbeitsstelle in Hamburg zu genau meinen geforderten Bedingungen. Ich durfte mir sogar meinen Arbeitgeber aussuchen! Und GOTT hat mir auch durch ein paar interessante „Zufälle“ (an die glaube ich, seit ich Gott kenne, nicht mehr) eine wunderschöne, staatlich geförderte Wohnung gegeben.

Von da an habe ich mich entschieden, meinen Weg nur noch mit GOTT zu gehen und ihm nicht mehr von der Seite zu weichen. Ich habe damals am Telefon ein Gebet mit dem Freund aus Hamburg gesprochen und Jesus zum Herrn meines Lebens gemacht.
GOTT hat sich mir damals bewiesen und er tut es heute auch immer, GOTT ist treu und verlässt uns niemals.

Die Bibel sagt: „Wenn selbst Vater und Mutter mich verlassen, wird doch der HERR mich aufnehmen“ Psalm 27,10