5) Die Entscheidung liegt bei uns

Es geht um bedingungsloses Vertrauen

„Glauben bedeutet Vertrauen.“ Diese Aussage eines Freundes war damals Neuland für mich. Wie aber sollte ich Jesus Christus mein ganzes Leben anvertrauen können, wo ich doch nur ganz wenig über ihn wusste?

Fabian, ein 16-jähriger Junge, hat eine ganz besondere Vertrauenslektion zu lernen. Er und seine drei Freunde gehen zum Wandern in die Berge. Der Weg führt in steilen Serpentinen den Berg hoch. Endlich macht die Gruppe eine Pause und Fabian nutzt diese Gelegenheit, um sich den steilen Felshang, den er zu erklimmen überlegt hat, etwas genauer anzusehen. Dann entschließt er sich ganz spontan, obwohl er nur Turnschuhe mit glatten Sohlen trägt, diesen Weg hochzuklettern. Und er fordert auch seine Kollegen auf, dies ebenfalls zu tun.

Mit viel Elan startet er im Anschluss an die Pause seine riskante Klettertour. Seine Freunde jedoch sind der Ansicht, dass dieser Weg zu gefährlich sei und kehren um. Dann passiert es plötzlich: Fabian kann weder vorwärts noch rückwärts. Mit letzter Kraft versucht er verzweifelt, sich an einem Stein festzuklammern. Nun hängt er mitten im Fels fest.

Seine Kumpels erkennen den Ernst der Lage und alarmieren mit einem Handy die Bergwacht. Fabian steckt währenddessen jammernd im Fels fest und ruft: “Ich kann mich nicht mehr halten!“ Er klebt regelrecht im Hang und je länger das Warten dauert, desto größer wird seine Panik.

Endlich kann man die Rotorblätter des Hubschraubers hören. Noch bevor der Hubschrauber sichtbar ist, fangen die Freunde an, ihre bunten Pullover zu schwenken, damit der Pilot sie möglichst schnell entdecken kann. Wenige Minuten später werden an einer Seilwinde zwei Retter zu dem Jungen heruntergelassen.

Die Rettung ist jedoch schwieriger als vorerst angenommen. Das Gelände ist unwegsam und der Pilot hat angesichts der fast senkrechten Felswand kaum eine Möglichkeit, in Fabians Nähe zu gelangen, schafft es aber schließlich, die Retter in die Nähe des Jungen zu manövrieren. Er muss die rettende Hand nur greifen. Doch dazu muss Fabian den Fels loslassen, an dem er sich seit einer Stunde verzweifelt festgeklammert hat.

Die Bergretter rufen ihm zu: „Lass den Felsen los, und ergreife die Hand! Das ist die einzige Chance, die Du noch hast!“

Fabian hat es begriffen. Er muss vertrauen und loslassen, um das Leben gewinnen zu können. Das sture Festhalten an dem Fels, an dem er sich nun schon über eine Stunde lang verzweifelt festgeklammert hat, bringt eh nichts mehr. Seine Kräfte sind am Ende. Was die Männer ihm zugerufen haben, stimmt. Er muss den Felsen loslassen und die Hand ergreifen, um gerettet zu werden.

Genau gleich sieht es aus, wenn es um Gott geht. Gott möchte, dass wir seine rettende Hand ergreifen. Doch viele klammern sich lieber mit allerletzter Kraft an ihre Zweifel oder auch an bestimmte religiöse Erfahrungen. Wenn wir aber Jesus Christus – der uns von Gott entgegen gestreckten Hand -  vertrauen wollen, so müssen wir auch hier erst einmal loslassen. Es gilt, sich dem besten Retter - eben Jesus – anzuvertrauen. Er streckt auch Dir jetzt seine Hand entgegen und sagt: „Komm! Du bist bei mir sicher. Ich habe mit Dir Großes vor. Vertraue Dich mir an, lass los, damit ich Dich retten kann, denn ohne mich bist Du verloren.“

Und jetzt bist Du dran...

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